Privates Institut für Kognitive Kunsttherapie, kreative Suggestion und Hypnose

Kognition in Hypnose und Kunst

In meinen Theorien zur Suggestion, Hypnose und Kunst und im Rahmen meiner Seminare verwende ich den Begriff „Kognition“ in einem umfassenderen Sinn als üblich. Ausgehend von der Tatsache, dass wir nicht nur begrifflich und somit rational Denken können, sondern darüber hinaus auch imstande sind Vorstellungen zu bilden, beziehe ich auch die geistigen Aspekte des Lebens und die metapsy-chische Dimension der Lebenswirklichkeit mit ein. Ohne diese Aspekte und Dimensionen lassen sich nämlich weder die Phänomene in der Hypnose, noch der Kunst und des Bewusstseins verstehen. Demzufolge sind auch das qualifizierende Unterscheiden, das Wahrnehmen sinnlicher Unterschiede, das Erkennen von Bedeutung und das Erleben von Einsicht kognitiv.

Für ein tieferes Verständnis von Hypnose und Kunst benötigt man das Modell einer subliminalen Kognition. Das heißt: Der überwiegende Großteil unseres Denkens, des Wollens und des sich Ent-scheidens, der Absichten und Wahrnehmungen kommt unbewusst, jedoch verhaltenswirksam zu-stande. Das ist einer der Gründe, weshalb sich Änderungen im Erleben und Verhalten nur selten vom rationalen Denken her verwirklichen lassen. Was Es will, kann das Gegenteil dessen sein was das Ich will. Wenn die Absichten des Gedachten nicht mit den Absichten der unbewussten (subliminalen) Kognition übereinstimmen, kann es keine Zufriedenheit und keine Lösung von Konflikten geben.

Deshalb ist in meinem Methodenverständnis von Hypnose die gestaltende Dimension der Kunst ein unverzichtbares Medium. Wenn es darum geht auf die subliminalen Aspekte der Kognition Einfluss zu nehmen, dann ist das darstellungsfreie Zeichnen aus dem Unbewussten im hypnotischen Zustand, das Medium der Wahl. Aber auch die Prozessgestaltung - wie geht man vor, um eine Lösung zu er-reichen - folgt insofern ästhetischen Kriterien, weil sie an den Prinzipien von Folgerichtigkeit und Zusammenhang, von Sinn und Bedeutung ausgerichtet ist.

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