Privates Institut für Kognitive Kunsttherapie, kreative Suggestion und Hypnose

Kunst im Kontext von Suggestion und Hypnose

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wider, Kunst macht sichtbar.“ Mit diesem Credo hatte der Künstler Kasimir Malewitsch eine neue Ära im Verständnis der Kunst und zwar der darstellungsfreien Kunst begründet. Ich verstehe deshalb die Kunst als einen Weg zur schöpferischen Dimension der unbe-wussten Psyche und zu den geistigen Aspekten der Kognition. Elemente des darstellungsfreien Aus-drucks ermöglichen in Verbindung mit Suggestion und Hypnose einen veränderten Zustand des Be-wusstseins, in dem Äußerungen aus dem Unbewussten möglich sind. 

Geeignete Suggestionen ermöglichen es dem Ich, einen veränderten Zustand des Bewusst-seins zu erfahren. Man ist für die tieferen – man könnte auch sagen – für die höheren Dimensionen der psy-chischen Innenwelt zugänglich. In Hypnose werden geeignete Bedingungen dafür geschaffen, die es dem Ich ermöglichen, nicht bewusste Aspekte der psychischen Innenwelt ohne Störungen durch eine bewusste Einstellung zum Ausdruck zu bringen. Das kann über das Wort aber auch über die Kunst des darstellungsfreien ideomotorischen Zeichnens im hypnotischen Zustand geschehen.

Was bedeutet Kunst? Sie bedeutet nichts. Sie ist oder sie ist nicht. Ob sie ist oder nicht ist, das hängt vom Auge des Betrachters ab. Ohne den wahrnehmenden und erlebenden Menschen gibt es keine Kunst. Ich möchte sogar noch weiter gehen und sagen: Jede Form von Kunst eine Suggestion, die den aktuellen Zustand des Bewusstseins verändert. Das wird vor allem beim ideomotorischen Zeichnen in Hypnose deutlich. Der englische Arzt und Wissenschaftler William Benjamin Carpenter hatte im 19. Jhdt. entdeckt und erkannt, dass sich unbewusste Gedanken, Gefühle und Vorstellungen ungewollt auf die Feinmotorik der Hand auswirken. Dadurch kommt es zu Bewegungsimpulsen, die ohne Absichten des be-wussten Ich zum Ausdruck kommen.

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Beispiele für ideomotorische Zeichnungen

Wenn eine ideomotorische Zeichnung entstanden ist, kann man sich fragen: Welche Bedeutung hat diese Zeichnung für den Klienten oder die Klientin? Was vermittelt das Bild? Wer in einem psycho-therapeutischen, einem psychoanalytischen oder psychologischen Be-ruf ausgebildet worden ist und auch diejenigen, die in Hypnose ausgebildet sind werden vermutlich nicht wissen, wie man mit einer ideomotorischen Zeichnung weiterführend arbeiten kann. Was ich hier andeute äußert sich in einer Kunst des Wortes, einer Kunst des Schauens, einer Kunst des Handelns und einer Kunst des Denkens. 

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